Donnerstag, 14. Juni 2018

[Oberteil] Selbstliebe oder: Lasst uns die Komfortzone verlassen!

Ich habe lange gehadert. 
Gehadert ob ich euch diese Bilder zeigen soll, oder ob das Top einfach nur getragen wird. 

Ein saumäßig bequemes Top! 

Aber leider zeigt es kein einziges meiner körperlichen Vorteile. Im Gegenteil, ich empfinde mich auf den Fotos zu dick und allgemein unförmig. 

Die Fotos an sich gefallen mit schon nur ich... 

...irgendwie pass ich da nicht rein.


Ich bin klein. Und nicht nur das, ich bin in Besitz eines "gebärfreudigen Beckens", zwei eher kurz geratener "Stampfer" die daran anschließen und mein "Schwimmring" (liebevoll "Squishy" genannt ) ist auch einfach nicht zu verachten. 

Hinzu kommen die sehr starken Oberarme (da sind auch Muskeln drin, ich schwör!) die natürlich bei Oberteilen ohne Ärmel unfreiwillig mit in den Vordergrund rücken. Meine Knie in kurzen Hosen ignoriere ich meistens, denn nur lange Klamotten gehen für mich auch nicht.


Das Ganze kann man mit der richtigen Kleidung, der richtigen Kameraposition und -einstellung und einer etwas unnatürlichen Körperhaltung wunderbar kaschieren (Man beachte meine Spiegelselfies auf Instagram ;) ). Manchmal, ja manchmal hilft leider noch nichtmal das. 



Aber warum eigentlich leider? Für heute sage ich mir: 

Raus aus deiner Komfortzone!


Ich pfeif auf irgendwelche Ansprüche, die ich selbst an mich habe und die vielleicht auch ein Teil da draußen hat. Ich bin, wie ich gerade bin, verändere mich stetig (mal positiv, mal negativ, was auch immer negativ heißt) und das ist gut so. Manchmal sehe ich gefühlt sogar eine Woche lang jeden Tag anders aus, aber who cares? Da kann ich euch sogar ohne schlechtes Gewissen Bilder zeigen, die vielleicht "zu viel" zeigen.

Eigentlich hatte ich noch nie das Bedürfnis irgendwelchen Einflüssen von außen zu folgen oder "Ansprüchen der Gesellschaft" zu genügen. Aber es gibt da diese Tage, an denen man sich selbst nicht genügt. Diese Tage, an denen der sonst schmunzelnd betrachtete Bauch oder die immer mal wieder bewundernd genutzten starken Oberarme (Liegestütze kann ich!) eher abschätzend, manchmal sogar traurig im Spiegel betrachtet werden. Diese Momente, in denen ich mir selbst sage "Wieso lässt du es soweit kommen?".

Aber wer eigentlich bestimmt dieses "soweit"? Doch eigentlich ich selbst, oder? Ich bin gesund (von den Knie- und Hüftgelenk Problemen mal abgesehen) und kann mich wunderbar bewegen. Ich bin häufig langsamer als andere, aber ich war noch nie schnell. Wenn ich mich sportlich betätige oder Treppen laufe muss ich schnell schnaufen, aber auch das war noch nie anders, mein Puls rast halt gerne. Aber er beruhigt sich auch schnell, also auch alles im Rahmen. Und sofern mir mein Gewicht/meine Figur nicht im Weg stehen und meine Gesundheit nicht gefährden ist doch alles gut, oder?

Besser noch, sie bringen mich eher dazu, öfter darüber nachzudenken, was ich esse und wie ich mich bewege. (Ich glaube übrigens, wenn ich alles essen könnte würde ich mich wirklich grauenvoll ernähren und nur unfreiwillig bewegen X-D) In Kochzeitschriften stöbere ich gerne und immer wieder mache ich mir Pläne - Essens- sowie Sportpläne. Das ziehe ich ne Weile durch und dann geht's von vorne los, meist in den Ferien ;). Aber ich jammere nicht, ich reflektiere nur mein Verhalten und stelle fest: wenn mich etwas stört, dann muss ich etwas dagegen tun. Und wenn mir dazu die Kraft oder Lust fehlt, dann muss ich die Situation hinnehmen und die positiven Seiten in den Vordergrund rücken.

A Propos positive Seiten: ich liebe mehr an mir als das, was ich oft nicht leiden kann. (Ich sage bewusst nicht hassen, ich hasse eigentlich nichts an mir behaupte ich mal) Mein Gesicht in voller Pracht, meine Haare, meine Haut, meine Füße, meine Hände, meinen Po (jap, der gehört so groß ;) )... ach ich schau auch gerne Bilder von mir an, warum auch nicht. Eigentlich, ja eigentlich mag ich mich wirklich gerne. Das versuche ich mir jeden Morgen mit einer ganz einfachen Sache zu zeigen: ich lächle mir im Bad selbst im Spiegel zu :-). Ehrlich gesagt nicht nur am Morgen, sondern jedes Mal, wenn ich ins Bad gehe. Denn das erste, was man bei uns im Bad nach dem Öffnen der Türe sieht, ist der Spiegel X-D. 

Ich finde das sollten wir alle - uns selbst mehr lieben, als uns verteufeln für irgend etwas, das uns nicht gefällt. Ich werfe auch mal die Theorie in den Raum, dass wir dann allgemein glücklicher sind. Was meint ihr? Selbstliebe ist der beste Weg zum Glück? Oder aber sogar Selbstüberzeugung? Überzeugt davon sein, dass ein dicker Bauch in meine aktuelle Lebenssituation eben gehört und dass ich das ändern kann, wenn ich bereit bin? 


Wie auch immer, bevor es noch ein paar Bilder vom Top gibt (darum geht es ja eigentlich) hier mein Schlusswort:

Raus aus deiner Komfortzone - liebe dich wieder selbst!

















Ok, doch noch kurz was zum Top ;-). Der Schnitt ist bei großen Brüsten einfach unvorteilhaft, weil er vorne dann eben extreeeeem aufträgt. Aber an sich ist er wirklich bequem und ich mag die Falten an der Brust :). Hätte einfach mehr Taille verdient für mich. Vielleicht mal länger und dann mit Gürtel? Mal schaun. Alles weitere unten.
 
Schnitt:
Top Mailia @lamaisonvictor 04/2017
Stoffe:
Geschenk von @madebyfraus
Kamera:
Canon50d, Festbrennweite 50mm 1,8f, Selbstauslöser, Ungarn 2017
Linkpartys:



Und bei jeder Shoppingtour dran denken: Weniger ist manchmal mehr. Informiert euch. Kauft fair!

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